Der Uetlihof – Bürostadt der Superlative

Der Uetlihof – Bürostadt der Superlative

Jeder kennt das Mutterhaus der Credit Suisse am Paradeplatz. Das eigentliche Herz der Grossbank in der Schweiz aber schlägt gut zwei Kilometer stadtauswärts im Betriebsgebäude Uetlihof. Bis zu 8'500 Mitarbeitende gehen in normalen Zeiten im grössten Bürokomplex der Schweiz ein und aus und im Rechenzentrum laufen sämtliche digitale Fäden der Grossbank zusammen. Verantwortlich für den reibungslosen Betrieb ist Claudio Luraschi, Head Regional Facilities Management Zürich-Süd bei der Credit Suisse. Ein Gespräch über die Zusammenarbeit mit ISS, gemeinsame Ziele und Honig aus dem eigenen Naturpark.

Claudio Luraschi ist Head Regional Facilities Management Zürich Süd bei der Credit Suisse. Er arbeitet mit Unterbrüchen seit 33 Jahren im Uetlihof in Zürich.

Herr Luraschi, Sie verantworten das reibungslose Funktionieren von Tausenden von Arbeitsplätzen in einem der grössten Bürokomplexe der Schweiz. Können Sie ruhig schlafen?

Ja, meistens schlafe ich sehr gut. Aus zwei Gründen: Erstens kenne ich diesen Komplex bis in den letzten Winkel – ich habe bereits Teile meiner Ausbildung hier absolviert. Zweitens habe ich hochprofessionelle Mitarbeitende und Partner wie ISS an meiner Seite.

Warum ist der Uetlihof so wichtig für die Credit Suisse?

Den Uetlihof könnte man fast als das Herz der Credit Suisse in der Schweiz bezeichnen. Hier ist fast alles vereint: vom Handel über einen Teil der Kundenberatung bis hin zum Archiv der Bank. Ausserdem ist er mit rund 8'500 Arbeitsplätzen der grösste Standort der Bank. Wir betreiben hier auch zwei Data Center und zwei Energiezentralen. Der Uetlihof ist also absolut essenziell für die Credit Suisse.

Weniger essenziell, aber umso schöner, sind die Grünanlagen am Uetlihof. Sie produzieren dort sogar einen eigenen CS-Honig.

Das stimmt. Wir sind stolz auf unseren Naturpark, der übrigens ebenfalls von einem ISS Gärtner unterhalten wird. In dem mehrfach prämierten Park leben Schafe und rund 300'000 Arbeitsbienen, die rund 80 Kilo Honig pro Jahr produzieren. Der Honig ist also kostbar und wird nur an ausgewählte Kunden und Partner verschenkt. Einer der letzten CS-Honige ging übrigens an einen ISS Mitarbeitenden in unserem Rechenzentrum anlässlich einer ISS Preisverleihung.

ISS erbringt schon seit Jahren in diversen Credit Suisse Immobilien unterschiedliche Facility Services, doch das integrale Mandat am Uetlihof besteht erst seit Oktober 2019. Damals hat sich die Credit Suisse für eine One-Provider-Strategie entschieden und ISS hat sich bei der Ausschreibung durchgesetzt. Seit fast zwei Jahren betreut ISS nun neben über 200 Standorten in der ganzen Schweiz auch den Uetlihof in einem umfassenden IFS-Mandat. Rund 150 ISS Mitarbeitende sorgen auf rund 255‘000 Quadratmetern für saubere Räumlichkeiten, sichere Fluchtwege, frische Farbe an den Wänden, erholsame Grünbereiche im naturnahen Aussenareal und vor allem: für einen störungsfreien technischen Betrieb dieser Bürostadt mit eigener Energiezentrale und Rechenzentrum. Umso wichtiger sind fachmännische Kontrollen, breites Know-how und vorausschauende Planung.

Seit gut zwei Jahren ist der Uetlihof Teil des integralen Facility Managements. Welche Vorteile hat das?

Der grösste Vorteil ist, dass wir eine Ansprechperson haben, die sich um sämtliche Anliegen kümmert, seien dies Budgetfragen, Dienstleistungen oder aktuell die Umsetzung von Massnahmen zur Eindämmung der Covid-Pandemie. Ausserdem ergeben sich bei einem solchen Auftragsvolumen natürlich Synergien – im Einkauf ebenso wie bei den Prozessen.

Was genau leistet ISS im Uetlihof?

ISS deckt alle Facility Services ab, die für die Arbeitsplätze und den Betrieb des Gebäudes nötig sind – von der Unterhaltsreinigung bis zum Unterhalt und Betrieb der technischen Anlagen des Rechenzentrums und der Energiezentrale mit Hochspannungszufluss. Die Komplexität des Uetlihofs verlangt höchste Aufmerksamkeit von den ISS Mitarbeitenden, zumal der Uetlihof nicht nur unterstützende Funktionen beheimatet, sondern auch diverse kundennahe Bereiche. Kommt hinzu, dass im Uetlihof praktisch rund um die Uhr gearbeitet wird.

Herr Luraschi, Sie arbeiten seit mehr als 30 Jahren im Uetlihof und kennen alle Facetten des Facility Managements. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit ISS besonders?

Ich schätze die offene und transparente Kommunikation mit ISS. Ich spüre auch eine hohe Identifikation mit uns als Credit Suisse und dem Uetlihof. Viele ISS Mitarbeitende sind stolz, hier zu arbeiten. Und ich verstehe sie, denn die Komplexität und Vielzahl der Anlagen und Technologien machen den Uetlihof zu einem spannenden Arbeitsplatz.

Die wabenförmige Überbauung wurde 1979 in Betrieb genommen. Eingebettet in einen Naturpark am Fusse des Uetlibergs in der Stadt Zürich bietet der "Uetlihof 1" Raum für rund 6‘000 Arbeitsplätze und verfügt über eine eigene Energieversorgung. Mit dem „Uetlihof 2“ wurde 2012 ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen 2'500 Arbeitsplätzen eröffnet. Dieser erfüllt den Schweizer Standard Minergie P-Eco und wurde nach den Vorgaben der von der Stadt Zürich angestrebten 2000-Watt-Gesellschaft konzipiert. Damit ist der Uetlihof das grösste Büro- und Minergie-Gebäude der Schweiz.

Fotos: Credit Suisse, ISS Schweiz