Eine eindrucksvolle Karriere bei ISS

Eine eindrucksvolle Karriere bei ISS

Als erfolgreiche Führungskraft mit Familie wünscht sich auch Saskia Deiss manchmal, der Tag hätte 25 Stunden. Doch eigentlich führt die 35-Jährige genau das Leben, von dem sie immer geträumt hat.

Saskia Deiss ist ein Multitalent. Nur sie selbst will davon nichts wissen. Selbstlob ist ihr fremd. Schlendert man jedoch mit ihr durch ein Objekt, das sie betreut, fliegen ihr allenthalben Grüsse, Lächeln und Komplimente entgegen, von vorbeieilenden Mitarbeitenden ebenso wie von Kundinnen und Kunden.

Zielstrebig und verantwortungsbewusst

2012 beginnt Saskia Deiss ihre Karriere bei ISS als Assistentin Healthcare; heute trägt die 35-Jährige die Verantwortung für über 400 ISS Mitarbeitende und über 100 Mandate. Was sie so beliebt und erfolgreich macht? «Saskia führt mit viel Empathie und klaren Zielen», sagt ihr Vorgesetzter, Regionaldirektor Martin Zubler. Sie selbst sagt bescheiden: «Alles was ich kann, habe ich von der Pike auf gelernt.»

Schon als Kind muss sie Verantwortung übernehmen, als ihre alleinerziehende berufstätige Mutter auch noch schwer erkrankt. In der kleinen Firma ihres Vaters hilft sie an Wochenenden teilweise aus und verkabelt zum Beispiel Schaltschränke. Mit 17 beginnt sie ihre Ausbildung zur Hotel- und Gastrofachfrau, lernt in der Zimmerreinigung, in der Küche, an der Rezeption und im Service. Die Höflichkeit, das Lächeln, das Sorgetragen gegenüber Kundinnen und Kunden gelingt ihr ganz natürlich. Sie merkt: «Ich bin gerne Dienstleisterin.»

Saskia Deiss, Facility Services Director, betreut über 100 Mandate in den Regionen Aargau und Solothurn und trägt die Verantwortung für 400 Mitarbeitende.

Der Weg zu ISS

2007 schliesst sie ihre Ausbildung mit Bestnoten ab. Im Hotel Speer in Rapperswil hängt sie eine kaufmännische Lehre an, danach übernimmt sie an der Universität Zürich eine Stelle als Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin und studiert berufsbegleitend an der HF Bern Betriebsleiterin Facility Management. Ihre Diplomarbeit trägt den Titel «Auswirkungen des Führungsverhaltens auf die Motivation der Mitarbeitenden.» Wichtigste Erkenntnis: Erfolgreiche Führung gründet auf Wertschätzung und offene Kommunikation.

Die Schulleiterin empfiehlt Saskia Deiss, bei ISS vorstellig zu werden. Dort bieten sich gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Deiss bewirbt sich blind und erhält prompt eine Stelle als Assistentin im Geschäftsbereich Healthcare. In den nächsten zwei Jahren führt sie interimistisch die Reinigung in einem Grossspital, erarbeitet zusammen mit einer Projektgruppe ein nationales Waschkonzept im Gesundheitssektor und setzt einen zertifizierten Workflow in der Reinigung um.

2014 lädt sie ihr damaliger Chef, Fabrizio Musa, zum Mittagessen ein. Zum Dessert gibt es eine Beförderung. Sie will Bedenkzeit. «Schaff ich das? Kann ich mit nicht einmal 30 Jahren ältere Führungspersonen führen?» Sie reflektiert kritisch, spricht mit ihrem Ehemann und telefoniert mit ihren Geschwistern; alle ermutigen sie zum nächsten Karriereschritt. Dann sagt sie zu.

Karriere und Familie

Es beginnt eine intensive Zeit. Als Facility Services Managerin ist sie ständig unterwegs zwischen Spitälern in Schaffhausen, Murten, Olten, Frutigen… Zudem wird sie von ISS eingeladen, sich zur zertifizierten ISS Key Account Managerin weiterzubilden. «Dort habe ich viel über agile Kundenbeziehungen gelernt», erzählt sie. «Eine solche Beziehung muss sich den wandelnden Bedürfnissen des Kunden anpassen.»

Dann – inmitten der Weiterbildung und eines komplexen Projekts – wird Saskia Deiss schwanger. Mit entsprechenden Nebenwirkungen: überschwängliche Freude, aber auch unberechenbare Übelkeit. 2016 kommt das erste Kind zur Welt, zwei Jahre später gibt es nochmals Nachwuchs. Und die grosse Frage, die Saskia Deiss sich stellt: Wie bringen sie und ihr Mann Karriere und Familienarbeit unter einen Hut? Nach dem ersten Mutterschaftsurlaub reduziert Saskia Deiss ihr Pensum. Und weil die Familie Deiss nicht nur von Gleichberechtigung redet, sondern diese lebt, tut es ihr Ehepartner gleich. Der Rest ist eine Frage der Planung. 2020 wird Saskia Deiss zum Facility Services Director befördert.

Abschalten

Klar: Manchmal beginnt ein Arbeitstag von Saskia Deiss um 5 Uhr morgens. Ihr Leben ist voll, manche würden meinen, übervoll. Sie selbst aber spricht dankbar von einem «erfüllten» Leben. Seit einem Jahr frönt sie wieder ihrem Hobby aus Kindeszeiten. Ein paar Mal pro Woche nimmt sie Reitstunden oder reitet einfach auf einem Oldenburger Wallach aus. Sie, das Pferd, die Natur. Das ist neu in ihrem Leben: einfach mal abschalten.

Foto: Christoph Kohler