ISS unterstützt das Impfzentrum des Inselspitals Bern

ISS unterstützt das Impfzentrum des Inselspitals Bern

Innerhalb eines Monats hat die Insel Gruppe im Auftrag des Kantons Bern eines der grössten Impfzentren der Schweiz aufgezogen. Nun laufen die Impfungen auf Hochtouren. ISS sorgt für Sauberkeit und Hygiene im Impfzentrum.

4. Januar 2021: Noch ist alles ruhig im grossen Zelt auf dem Inselcampus, einem Provisorium aus weissen Blachen, jedoch mit einer Hightech-Wärmebildkamera am Eingang. Dennoch spürt Matthias Ruoss, ISS Regionaldirektor Bern, ein Kribbeln, während er durch das noch leere Impfzentrum des Berner Inselspitals schreitet: «Hier werden wir bald ein bisschen Schweizergeschichte mitschreiben», sagt er.

ISS wird im Auftrag des Inselspitals die Reinigungs- und Entsorgungsarbeiten im Impfzentrum übernehmen – nach den strengen Hygienestandards, die im Healthcare-Bereich gelten. Dass das Inselspital diesen sicherheitskritischen Auftrag im vergangenen Dezember an ISS vergeben hat, war naheliegend. ISS pflegt eine langjährige Partnerschaft mit der Insel Gruppe und darf verschiedene Aufträge für den Kanton Bern ausführen.

Der Auftrag fordert ISS von Anfang an. Schliesslich bleiben für Planung, Organisation, Rekrutierung und Schulungen nur wenige Wochen Zeit, und Weihnachten ist auch noch. «Ein Vorteil ist unser Pool an erfahrenen Mitarbeitenden. Viele von ihnen sind gerne bereit, Einsätze im Impfzentrum zu leisten», sagt Ruoss.

Effizienz und Hygiene: Die ISS Mitarbeitenden arbeiten im Kolonnensystem und führen die Aufgaben nach einer klaren Reihenfolge aus. Jeroen Seyffer

Einer der sichersten Orte

Um diese Mitarbeitenden optimal auf den Einsatz vorzubereiten, werden sie intensiv geschult. Besonders wichtig sei dabei die Sensibilisierung für die hohen Hygienestandards, sagt Barbara Duppenthaler, Projektleiterin Healthcare, denn: «Nur weil etwas sauber aussieht, heisst es noch lange nicht, dass es auch sauber ist.» Es sind die Abläufe, die entscheidend sind. Um Keimverschleppungen zu vermeiden, arbeiten die Reinigungsmitarbeitenden nach klaren Hygienevorgaben: Die Arbeiten erfolgen von den sauberen hin zu den schmutzigen Bereichen, für jeden Raum gibt es frische Tücher und Moppbezüge. Für die Oberflächenreinigung verwenden die Reinigungskräfte Mikrofasertücher nach Farbcodierung.

Gleichzeitig gilt es, den Mitarbeitenden die Sorgen zu nehmen. «Das Impfzentrum ist ein sicherer Ort, den nur Personen ohne Symptome betreten dürfen», sagt Duppenthaler. Entsprechend genügt es, wenn die Mitarbeitenden einen Mund-Nasen-Schutz sowie Einweghandschuhe tragen, die Vorgaben der persönlichen Hygiene einhalten und die ISS Uniformen täglich gewaschen werden.

Jeroen Seyffer

Die Arbeit an der Front beginnt

Am 11. Januar 2021 beginnt im Kanton Bern die Impfkampagne gegen das Virus. Am Impfzentrum des Inselspitals gehen täglich Hunderte impfbereite Personen ein und aus. Neun Zentren wird der Kanton im Laufe des Monats eröffnen, bei voller Auslastung will er täglich bis zu 5’000 Dosen spritzen.

Wenn das Impfzentrum um 17 Uhr schliesst, beginnt für die fünf ISS Mitarbeitenden die Arbeit. Dazu gehört die Reinigung der 20 Impfkojen, der Ruhezone und aller Zwischenbereiche. Das Team reinigt nach dem sogenannten Kolonnensystem: Eine Fachkraft wischt alle Oberflächen und übernimmt die Ver- und Entsorgungsarbeiten, eine macht mit dem Staubsauger die Runde, eine dritte wischt den Boden nass auf, eine vierte reinigt die sanitären Anlagen und eine fünfte koordiniert und kontrolliert das Ganze. Die gebrauchten Spritzen verpackt das Impfpersonal des Inselspitals in versiegelten Sicherheitsbehältern, die ISS am Ende des Tages in einem Spezialcontainer entsorgt. Zudem übernimmt ein Mitarbeitender in der Mittagspause von 12 bis 13 Uhr eine erste Reinigung.

Nächster Ansturm absehbar

Heute sagt Matthias Ruoss nicht ohne Stolz: «Wir leisten im Impfzentrum einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie.» Wie lange der Einsatz dauern wird, ist ungewiss. Sicher ist: Dem Inselspital und ISS steht der grösste Ansturm noch bevor, sobald zahlenmässig grössere Personengruppen zur Impfung zugelassen werden. Doch man ist gewappnet: «Mit unserem Wissen können wir Institutionen bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen», sagt Matthias Ruoss.