Den ökologischen Fussabdruck reduzieren dank Plastikrecycling

Den ökologischen Fussabdruck reduzieren dank Plastikrecycling

Mit der Sustainability Agenda 2025 will ISS Schweiz vorleben, wie man als Unternehmen globale Nachhaltigkeitsziele umsetzt. Zum Beispiel mit Methoden der Kreislaufwirtschaft.

Das hat es noch nie gegeben: Ausgerechnet im Hauptsitz von ISS Schweiz, dem Cube, türmt sich ein Berg von Plastikabfällen, und das einen Monat lang! So lange nämlich dauert die Kampagne «Plastic Free Month», mit der ISS Schweiz diesen Herbst die Mitarbeitenden in Zürich-Altstetten für einen bewussten Umgang mit Plastik sensibilisieren will. Der Berg entspricht der Menge Plastik, die monatlich im Cube gesammelt und mit dem Sammelsystem «Bring Plastic Back» recycelt wird – anstatt einfach im Restabfall zu landen.

«Wir machen Kunststoff nachhaltig.» sammelsack.ch

Kreislaufwirtschaft bei ISS

Um dem entgegenzuwirken, arbeitet ISS seit 2020 mit dem nationalen Sammelsystem «Bring Plastic back» der Firma InnoRecycling AG aus Eschlikon TG zusammen. Das zertifizierte Sammelsystem hat einen transparenten, umweltbewussten Stoffkreislauf mit einer Wertschöpfung von 80% in der Schweiz. Der gesammelte Kunststoff wird von regionalen Partnern eingesammelt. Nach der Sortierung werden die sortenreinen Kunststoffe spezialisierten Recyclingunternehmen zugeführt. Dort werden die sortenreinen Kunststoffe zu Regranulat verarbeitet, aus welchem wieder Kunststoffprodukte hergestellt werden können. Dadurch verringern sich CO2-Emissionen und Energieverbrauch der Plastikherstellung fast um die Hälfte. Die Kosten für das Recycling trägt allerdings der Kunde – im Cube also ISS.

Kleine Investition, grosser Effekt: Dank der Wertstoffinseln im ISS Hauptsitz Cube kann ISS zwei Drittel des Abfalls rezyklieren. ISS A/S

Reduce, reuse, recycle

Am besten wäre natürlich, es gäbe erst gar nicht so viel Plastikabfall. Deshalb verfolgt ISS im Abfallmanagement den 3R-Ansatz «reduce, reuse, recycle», «reduzieren, wiederbenutzen, wiederverwerten». Das erfordert erstens eine entsprechende Infrastruktur: Im Cube finden sich auf jedem Stockwerk zentrale Mülltrennstationen, die Wertstoffinseln. Hier können ISS Mitarbeitende Papier, PET, Alu, Restmüll und – gelb markiert – Plastik entsorgen. Der persönliche Mülleimer hat ausgedient. «Dank der Plastiksammlung können wir über 20 Prozent unseres Abfalls reduzieren, der sonst in die Verbrennung geht. Und dank der Trennstationen können wir rund zwei Drittel unseres Abfalls im Cube dem Recycling zuführen», sagt Marc Amstutz, Leiter Sustainability & Environment, ISS Schweiz.

Zweitens seien Sensibilisierungskampagnen wie der «Plastic Free Month» notwendig, um Plastik zu reduzieren, erklärt Marc Amstutz. Beispielsweise konnten ISS Mitarbeitende während dieser Aktion nachhaltige Mehrweg-Lunchboxen bestellen, um daheim oder im Take-Away ihr Essen abzufüllen. Auch beim Büromaterial stellt ISS wo möglich auf plastikfreie Alternativen um. Im ganzen Cube kommen Abfallsäcke aus recyceltem Plastik zum Einsatz.

«Mit einer konsequenten Plastiksammlung können wir im ISS Hauptsitz Cube über 20 Prozent unseres Abfalls reduzieren, der sonst in die Verbrennung geht.»

Marc Amstutz, Leiter Sustainability & Environment, ISS Schweiz

Kundennutzen

Von diesen Erfahrungen in der Kreislaufwirtschaft sollen in Zukunft vermehrt ISS Kundinnen und Kunden profitieren. «Wir entwickeln laufend neue Nachhaltigkeitsdienstleistungen, haben entsprechende Prozesse etabliert und Partnerschaften aufgebaut», sagt Marc Amstutz. Das Plastikrecycling beispielsweise setze ISS bereits schweizweit bei zahlreichen Grosskunden um.

Dabei ist «Kreislaufwirtschaft und Wertstoff-Management» nur einer von drei Fokusbereichen, den ISS Schweiz im Sinne des UN Global Compact gemeinsam mit Kundinnen und Kunden in den nächsten Jahren umsetzen möchte (siehe letzter Paragraph). Andere Themenbereiche zielen auf die Optimierung der Energieeffizienz in Gebäuden oder die Gestaltung umweltfreundlicher, flexibler und erlebnisorientierter Arbeitsplätze.

Dass sich Investitionen in die Nachhaltigkeit lohnen, ist für Marc Amstutz klar: «Wir stehen in der Verantwortung, unsere Erde durch umweltfreundliche Dienstleistungen zu schützen, und wir unterstützen unsere Kunden damit, die dieselbe Verantwortung tragen.» Generell werde das Thema Nachhaltigkeit als Mehrwert und für die Reputation gegenüber Endkunden oder potentiellen Mitarbeitenden in Zukunft noch wichtiger werden, so Amstutz.

ISS A/S

Von globalen Nachhaltigkeitszielen ...

Bereits seit 20 Jahren ist die ISS Gruppe Mitglied im UN Global Compact, der weltweit grössten Initiative für eine nachhaltige Unternehmensführung. Auch mit den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) formulieren die Vereinten Nationen für Unternehmen wichtige ökologischen Themen von «Climate Action» bis hin zu «Responsible Consumption and Production».

… zur konkreten Umsetzung

Um solche pauschalen Ziele zu konkretisieren, steht jedes Unternehmen vor der Frage, welches Ziel es nun wie anpacken soll. Wo sind Einfluss und Nutzen am grössten? Darüber hat sich auch ISS Schweiz Gedanken gemacht – einerseits im Austausch mit anderen Unternehmen, die sich im nationalen Netzwerk des UN Global Compact zusammengeschlossen haben, andererseits im Gespräch mit Grosskunden sowie in Strategietreffen. «Wir haben die grösste Schnittmenge gesucht aus dem Knowhow, das wir haben, dem Beitrag, den wir leisten können und den Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden aus deren Nachhaltigkeitszielen», erklärt Marc Amstutz, Leiter Sustainability & Environment bei ISS Schweiz. Daraus sind die Fokusfelder der Sustainability Agenda 2025 entstanden: 1) klimafreundliche Lösungen, 2) umweltfreundliche Arbeitsstoffe und Materialien, 3) Kreislaufwirtschaft und Wertstoff-Management.